Die Agaporniden, auch als Unzertrennliche bezeichnet, gehören zur Familie der Edelpapageien und bilden eine eigene Gattung. Sie gehören einer zu den kleinsten Papageienarten auf der Erde. Sie kommen in freier Wildbahn vorwiegend in den Tropenregionen, je nach Agapornidenart leben die Vögel vorzugsweise in den bergigen Buschregionen an der Westküste Südafrikas, in den offenen Waldgebieten des äthiopischen Hochlandes oder den Waldgebieten West- und Zentralafrikas. . Eine Ausnahme bildet das Grauköpfchen, das als einzige Agapornidenart auf Madagaskar heimisch ist. Die Gattung der Agaporniden besteht aus insgesamt neun verschiedenen Arten und  fünf Unterarten, bei denen zum Teil eine optische Geschlechtsbestimmung auf Grund fehlender                       geschlechtsspezifischer Unterscheidungsmerkmale nicht möglich ist und nur durch einen DNA Test zu bestimmen ist.
Agaporniden-Paare bleiben ein ganzes Vogelleben lang zusammen und zeichnen sich durch ihr außergewöhnliches Paarverhalten aus. Sie gelten größtenteils als robuste Vögel, die allerdings in ihren individuellen Wesenszügen je nach Unterart verschieden sind. So sind beispielsweise Rosen-, Schwarz- und Pfirsichköpfchen eher streitsüchtig, wenn es um die Vergesellschaftung mit anderen Arten geht, obwohl sie ansonsten unkompliziert und leicht zu halten sind. Agaporniden gelten als temperamentvoll, sind jedoch gegenüber Menschen eher zurückhaltend, da sie sich grundsätzlich mehr zu ihren Artgenossen hingezogen fühlen.

Da die Aga`s  von Natur aus  sich zu einer Gruppe von bis zu 20 Tiere bilden, wird von einer Einzelhaltung abgeraten, daher sollte immer mindestens ein Paar gehalten werden oder besser noch eine Gruppe  von4-6 Tieren in einer großen Voliere.

 

Auflistung der  9 Agapornidenarten;

 

 

 

 
 

 


-Rosenköpfchen ( A. roseicollis )

Die Körperlänge des Rosenköpfchens beträgt etwa 15 cm, es wiegt ausgewachsen 46 bis 63 g. Am Federkleid sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden. Die Grundfärbung des Körpers ist ein pastellfarbenes Grün. Gesicht, Wangen und die Kehle sind bis zur Vorderbrust lachsrosa gefärbt. Die Oberschwanzdecken sowie der Bürzel heben sich vom übrigen Gefieder durch ihre leuchtend blaue Farbe ab. Der Schnabel der Rosenköpfchen ist hornfarben, ihre Iris dunkelbraun.

Rosenköpfchen existieren mittlerweile als Farbmutationen in vielen Farben. Es gibt kaum mehr reine Roseicollis. Das Jugendkleid weist ein verwascheneres und blasseres rosa und grün auf.

 

-Orangeköpfchen (A. pullarius)

 Orangeköpfchen haben eine Körperlänge von etwa 14 bis 15 Zentimeter und wiegen 38 bis 43 Gramm. Die Grundfärbung des Körpergefieders ist ein lichtes Grün, das auf der Körperoberseite etwas dunkler ist. Die Stirn und das Gesicht sind orangerot befiedert. Der Bürzel hat eine kobaltblaue Farbe. Der obere Schwanz sowie die Unterschwanzdecken sind gelb. Die seitlichen Schwanzfedern sind an der Basis rot und die Spitzen schwarz-gelb gebändert. Die Geschlechter können daran unterschieden werden, dass die Männchen schwarze Unterflügeldecken haben, während diese bei den Weibchen grün sind. Grundsätzlich ist die orangerote Gesichtsfärbung beim Weibchen weniger stark ausgeprägt als beim Männchen.

 

 

-Schwarzköpfchen ( A. personatus )

Das Körpergefieder hat eine grüne Grundfärbung, das Gesicht und die Krone ist braun bis schwarz. Der Schnabel ist rot und die Iris ist von einem weißen breiten Augenring umgeben. Schwarzköpfchen haben im Unterschied zu den Rußköpfchen eine leuchtend gelb gefärbte Brust und Hals. Die Schwanzfedern sind grün und laufen zum ende hin in ein mattes blau aus. Jungtiere sind unscheinbarer gefärbt insbesondere ist der Kopf brauner. Schwarzköpfchen werden bis zu 15 cm groß. Die Männchen dieser Art wiegen 50 g. Die Weibchen sind mit 56 g etwas schwerer. Sie können zwischen 18 und 20 Jahre alt werden.

 

-Erdbeerköpfchen ( A. lilianae )

Erdbeerköpfchen sind sehr kleine Agaporniden mit nur ca. 12–13 cm Größe und einem Gewicht von 28–37 g. Der Kopf sowie der Hals sind lachsrosa. Diese Färbung geht zur Brust in Gelb über. Der Nacken ist ebenso gelb und diese Färbung geht zum Rücken hin in Grün über. Die Schwanzfedern sind ebenso grün allerdings mit seitlichen schwarzen Federn. Die Augen sind dunkel rotbraun und der Schnabel leuchtend rot. Männchen und Weibchen sind in der Gefiederfarbe gleich. Jungvögel haben einen weniger roten Kopf.

 

-Pfirsichköpfchen (Agapornis fischeri)

 Pfirsichköpfchen erreichen eine Körperlänge bis zu 14 Zentimeter. Männchen wiegen 49 Gramm. Die Weibchen werden mit durchschnittlich 53 Gramm etwas schwerer. Die Art weist äußerlich keine eindeutigen Merkmale auf, die eine Geschlechtsbestimmung zuließe. Die Grundfarbe des Körpergefieders ist grün. Stirn, Wangen und Kehle sind dagegen orangerot gefärbt. Die Vorderbrust sowie der Halsbeginn sind dagegen gelb. Die äußeren Schwanzfedern haben blaue Spitzen. Auch der Bürzel sowie die Oberschwanzdecken sind blau gefärbt. Der Schnabel ist leuchtend rot. Die Augen sind von einem weißen Augenring umgeben. Der Flug ist sehr schnell. Er ist begleitet von lauten Rufen, die die Papageien in schneller Folge von sich geben.

 

 

-Rußköpfchen ( A. nigrigenis )

Rußköpfchen wurden lange als Unterart der  Schwarzköpfchen angesehen. Sie sind mit 14 Zentimeter etwas kleiner als diese Art, ähneln ihr aber im übrigen Erscheinungsbild. Das Körpergefieder sowie der Schwanz ist grün, das Gesicht ist dunkelgrau und wird zum Nacken hin Olivfarbig. Die Stirn ist leicht rotbraun und die Brust leicht rosa. Das Kinn, die Kehle, die Wangen und die Handschwingen sind dunkelbraun. Die Augen sind dunkel mit einem weißen Augenring. Der Schnabel ist leuchtend rot. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht.

Sie werden bis zu 20 Jahre alt.

 

-Grauköpfchen ( A. canus )

Das Männchen hat einen grauen Kopf, Hals und Nacken, während die Brust hellgrau ist. Der Rest des Gefieders ist grün. Die Handschwingen weisen eine schwarze Färbung auf und die Schwanzfedern haben einen schwarzen Streifen, der Flügelrand ist weiß. Das Weibchen ist vollkommen grün, nur das Gesicht ist grau durchzogen. Bei beiden ist der Schnabel hornfarben. Die Grauköpfchen zählen mit einer Größe vom 13–14 cm und einem Gewicht von 25–28 g zu den kleinsten innerhalb ihrer Gattung. Sie erreichen ein Alter von 10–20 Jahren.

 

-Tarantapapagei ( A. taranta )

Die Körperlänge der Bergpapageien beträgt 16 bis 17 cm Zentimeter. Somit ist sie die größte Art der Agaporniden. Die Männchen wiegen durchschnittlich 44 Gramm, die Weibchen hingegen 53 Gramm. Bei beiden Geschlechtern ist die Grundfärbung des Körpergefieders ein Grün. Nur beim Männchen kommen rote Federn vor. Bei ihm sind die Stirn, die Augenzügel sowie ein schmaler Ring um die Augen rot. Beim Weibchen fehlen jegliche rote Federn und sie weisen manchmal schwarze Flecken auf. Bei beiden Geschlechtern ist der Schnabel von leuchtend roter Farbe. Die Iris ist dunkelbraun. Die Schwungfedern sind an ihrer Unterseite schwarz.

Die Art kann zwischen 10 und 15 Jahre alt werden.

 

-Grünköpfchen ( A. swindernianus )

Grünköpfchen werden zwischen 13 und 15 cm lang und 39 bis 41 g schwer. Sie haben einen auffallend grünen Kopf der an den Seiten blasser wird. Im Nacken befindet sich ein schwarzes Band das in ein verwaschenes gelbliches Band übergeht. Dieses läuft um den Hals weiter und wird dabei immer blasser und läuft in der Kehle gelb verwaschen aus. Der Rücken und die Flügeldecken sind grün, verfärben sich aber im Bereich des unteren Rückens, des Bürzels sowie der Oberschwanzdecken zu einem ultramarinblau. Die Unterseite ist hellgrün. Die Flügel sind an den Innenseiten grün und gehen an den Spitzen ins schwarze über und münden in einem grünen Saum am Aussenrand. Die Flügelunterseite ist gänzlich grün. Der Schwanz ist an seiner Wurzel rot gefärbt und geht über ein schwarzes Band wieder in ein grün über. Die Schwanzfedern in der mitte allerdings sind gänzlich grün. Die Augen sind gelb bis orange. Der Oberschnabel ist schwarz und der Unterschnabel grau gefärbt, die Füße sind ebenso grau. Bei Jungen Vögeln fehlt das Schwarze Nackenband gänzlich, und der Schnabel ist heller. Es gibt keine farbliche Unterscheidung zwischen den Geschlechtern.